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Basisinformationen

Rumänien ist ein Land der Europäischen Union. Es ist reich an Natur und an friedvollen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Es ist aber auch ein Land, in dem Armut herrscht. Bittere Armut.

Dieser Bericht wird Ihnen erklären, wie die Lage ist und wie ihr begegnet werden kann. Sie können sich somit ein Bild davon machen und helfen, wenn Sie von der Idee überzeugt sind.


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Die Situation

In vielen Regionen Rumäniens, hauptsächlich jedoch im tiefen Osten des Landes, leben manche Menschen noch heute wie wir es aus Erzählungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert kennen. Sie hausen teils in zugigen Lehmhütten ohne Strom, ohne sauberes Trinkwasser, ohne Ofen und meistens ohne festes Einkommen. Oftmals besitzen Sie gerade mal ein Stück Land, auf dem sie Gemüse anbauen oder Kleinvieh halten können.

Kinder, die in solche Bedingungen hineingeboren werden, haben kaum eine Chance auf ein gesundes Leben. Die Eltern können sich aufgrund von Krankheiten nicht versorgen, sind verschwunden, leben und arbeiten im Ausland, sind alkoholkrank oder sie sind verstorben. Diese Kinder verbleiben bestenfalls bei den Großeltern, die mit einer winzigen Rente versuchen müssen sich selbst und die Kinder durchzubringen.

Jungen und Mädchen wachsen hier sehr unterschiedlich auf. Während die Jungen sich mit Gelegenheitsarbeit und zuweilen mit kleinen Gaunereien durchs Leben schlagen können, bleiben die Mädchen nahezu ausschließlich perspektiv- und arbeitslos zurück. Sie haben nie gelernt eigene Wünsche und Träume zu entwickeln. Aus dieser Perspektivlosigkeit heraus geraten sie in Gefahren, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll.

Die Schule endet regulär mit ca. 14 Jahren, nach der 8. Klasse. An eine weiterführende Schule ist in diesen Fällen nicht zu denken. Da Bildung auch Geld kostet, bleiben viele Kinder, insbesondere aber die Mädchen, zuhause und leisten schwere Hausarbeit, helfen auf dem Hof oder pflegen die Großeltern. Gar nicht so selten werden solche vernachlässigten Mädchen sehr früh schwanger, denn das sichert ihnen eine Art Sozialrente und Kindergeld von insgesamt nur wenigen Euro im Monat, die sie sich von der Gemeinde abholen dürfen. Mit dreizehn oder vierzehn Jahren Mutter zu sein, regt in Rumänien nur wenige Menschen auf. Soziale Anerkennung durch Schwangerschaft. Dieses Problem ist weit verbreitet, vor allem bei Roma-Mädchen, doch bei weitem nicht ausschließlich, wie die hiesigen Medien oft fälschlich darstellen.

Der Sache Herr zu werden, kann nur durch Bildung, besser gesagt durch Ausbildung gelingen. Durch Ausbildung werden Perspektiven eröffnet, die es für sie bisher nicht einmal im Traum gab. Weil sich Menschen engagieren und für diese zurückgelassenen Mädchen eine Zukunft wollen, gibt es nun ein Konzept, das kurz vorgestellt werden soll:

Ausbildung durch soziales Engagement

Für die Ausbildung der betroffenen Mädchen ist ein mehrstufiges, niedrigschwelliges Angebot notwendig. Wir haben uns mit dem Thema mehrere Jahre befasst und stehen heute davor, es in die Tat umzusetzen.

Phase 1
Im ersten Jahr wird in einer Garküche mit einem ausgebildeten Koch geübt, wie man Essen aus einfachen Zutaten schmackhaft zubereitet. Hier wird auf die richtige Arbeitsweise, auf Pünktlichkeit, Hygiene und Zuverlässigkeit hingearbeitet, weil man dies nicht von Beginn an erwarten kann. Die Mädchen werden langsam lernen, dass ihre Arbeit einen Wert für die Gesellschaft hat, denn die zubereiteten Speisen werden anschließend in der Gemeinde an Bedürftige verteilt, so dass alle im Ort etwas davon haben. In der Pilotregion werden so praktisch nebenbei bis zu 150 Personen regelmäßig mit einer warmen Mahlzeit am Tag versorgt.

Der Wert der Arbeit bemisst sich klar am sozialen Nutzen und wertet zudem die eigene Persönlichkeit auf. Es ist zwingend erforderlich, kleine Wohneinheiten mit entsprechend guter Sanitärausstattung mitanzubieten, um die Mädchen zügig aus dem bisherigen Umfeld zu nehmen. Eine große Herausforderung sehen wir darin, ihren Familien begreiflich zu machen, wie wichtig dieser Schritt in die Selbstständigkeit für das Kind ist. Wahrscheinlich sollten aus dem Projekt heraus Zuwendungen an die Familien geleistet werden, bis die erste Phase abgeschlossen ist.

Gemüse und Obst sollen über Spenden regionale Zulieferer sowie durch Zukäufe ausreichend verfügbar sein. Fleisch wird jedoch ausschließlich aus gesundheitlich unbedenklichen Quellen beschafft.

Phase 2
Nach circa einem Jahr entscheiden beide Seiten darüber, ob der Wechsel in eine duale Berufsausbildung beginnt. Besteht hierbei Einigkeit, wird in Zusammenarbeit mit einem freien Träger ein Ausbildungsverhältnis begründet. Unterstützung, Unterkunft und Verpflegung sollen weiterhin über das Projekt erhalten bleiben, um kritische Umgebungswechsel zu vermeiden. Es soll möglich werden, ein kleines Taschengeld zu zahlen.

Phase 3
Mittelfristig ist jedoch geplant, die Ausbildung selbst in die Hand zu nehmen. Wir wollen eine Restaurantküche, ein angeschlossenes Restaurant und ein Hotel aufbauen, das ausschließlich von Auszubildenden bewirtschaftet wird. Alle Bereiche sollen sowohl für die Auszubildenden zu Übungszwecken als auch für zahlende Gäste angelegt werden. Mit dieser Maßnahme schafft man eine Akzeptanz in der Bevölkerung. Über die durch die Gäste mitfinanzierte Alten- und Armenspeisung profitieren alle davon.

Küche
Die Küche wird für die Versorgung der Auszubildenden sorgen. Hier werden je nach Ausbildungsstand alle Arbeiten erlernt, die für einen ordnungsgemäßen Küchenbetrieb wichtig sind. Es ist beabsichtigt, in Form von Freiwilligenarbeit Profiköche mit Ruf zu motivieren, jeweils zwei Wochen kostenlos die Küchenleitung zu übernehmen. So lernen die Mädchen den Wert ihres Berufes mehr schätzen. Sie lernen vor allem neue Einflüsse aus anderen Küchen, wodurch auch ihre Neugier geweckt werden soll.

Restaurant
Im Restaurant für Auszubildende werden die Mädchen von ihren Kolleginnen bedient. Sie arbeiten nach der Ausbildungsvorschrift in allen Bereichen regelmäßig, stimmen sich mit der Küche ab und gestalten die wechselnde Dekoration nach eigenen Vorstellungen als Gruppe.
Das Gästerestaurant wird von den Auszubildenden bewirtschaftet, die sich im Ausbildungsrestaurant bewährt haben.

Hotel
Das Hotel ist im Grunde ein Internat für die Mädchen. In der Gemeinschaft lernen sie auf Sauberkeit, Ruhe und gutes Benehmen zu achten. Sie durchlaufen alle Etappen des Hotelbetriebs bis hin zum Management und können sich so einen Einblick in die jeweiligen Aufgaben "hinter den Kulissen" verschaffen. Verantwortung für andere zu übernehmen, ist dabei ein wichtiger Faktor der Ausbildung.
Ein parallellaufender zweiter Hotelriegel soll zahlenden Gästen vorbehalten sein, der von weitgehend selbstständig arbeitenden Auszubildenden geführt werden soll. Was zuvor im Internat geübt wurde, wird jetzt am „lebenden“ Gast erprobt.

Catering
Die Auszubildenden sollen Caterings für Unternehmen und Feiern herstellen, liefern und sich um die Versorgung vor Ort kümmern. Planen und organisieren von Veranstaltungen ist fester Bestandteil des Ausbildungsplans.

Schule
Die Schule soll mit einem Träger vereinbart werden und im Blockunterricht stattfinden. Mindestens eine Fremdsprache soll erlernt werden. Durch Blockunterricht ist es möglich, mehr Auszubildende aufzunehmen. Bei Tagesunterricht einmal pro Woche könnten deutlich weniger Ausbildungsplätze angeboten werden.

Ausbilder
Als Ausbilder werden Fachleute aus dem In- und Ausland angeworben, die haupt- oder nebenberuflich im Projekt mitarbeiten werden. Auch Pensionäre mit entsprechender Berufserfahrung dürfen sich am Projekt beteiligen.

Gäste
Für die Gäste wird es zu einem bleibenden Erlebnis, denn nie zuvor gab es in Rumänien ein vergleichbares Ausbildungskonzept, bei dem sie quasi selbst Teil des Ganzen werden. Sie erhalten einen erstklassigen Service zu sehr guten Konditionen. Kleine Fehler können da großzügig übergangen werden.
Alles soll an einem Wirtschaftsbetrieb ausgerichtet werden, um mittelfristig kostendeckend zu arbeiten und dann nicht mehr von Zuwendungen abhängig zu sein.

Energie und Umwelt
Nach Energie- und Umweltgesichtspunkten wird während der Ausbildung der schonende Umgang mit Ressourcen, Produkten und die Müllvermeidung erlernt.

Trinkgeld
Trinkgelder kommen in eine Gemeinschaftskasse und werden für Veranstaltungen verwendet, die die Mädchen für sich selbst organisieren können.

Ausbildungsvergütung
Es soll ein angemessenes Ausbildungsentgelt gezahlt werden, um den Mädchen den Wert von Arbeit noch einmal schriftlich zu verdeutlichen. Abgezogen werden davon die Sozialversicherungsbeiträge, die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie für die Reinigung ihrer Kleider und Uniformen. Damit vermittelt sich ihnen, neben dem eigentlichen Einkommen, auch ein Gefühl für die Kosten eines seriösen Lebensunterhalts. Übrig bleibt ein Taschengeld, das bei wöchentlichen Einkaufsfahrten nach Herzenslust ausgegeben werden darf. Sie werden so schnell lernen, dass es sich lohnt für etwas zu sparen.


Dies zum kurzen Anriss eines sehr umfangreichen Konzepts für die Berufsausbildung. Viele Teile fehlen in der Beschreibung, zum Beispiel die der Ausbildung zur Hausmeisterin und der Bereich Altenpflege, Sozialfürsorge, und so weiter. Wer sich für das gesamte Konzept interessiert, gedulde sich bitte, bis Phase 1 erfolgreich angelaufen ist. Die detailierte Veröffentlichung erfolgt dann auf dieser Seite.

Reden wir über Geld

Um mit Phase 1 erfolgreich starten zu können, ist einiges Equipment nötig, das mit einfachen Mitteln schwer zu beschaffen ist. Wir haben ausgerechnet, dass wir pro Mädchen zunächst mit rund 3.500 EUR rechnen müssen. Hierin sind der Bau eines ordentlichen Wohnraums und der Anschluss von Wasser, Strom, Gas (Heizung), Telekommunikation und Abwasser genauso eingerechnet, wie die Ausstattung der Räume mit Möbeln, Dusche und Toilette. Außenanlagen (Gehwege) wurden bereits zugesagt. Für die Erstausstattung der Mädchen mit den wichtigsten Dingen des Alltags, auch neuer Kleidung, sind rund 350 Euro nötig. Insgesamt sollen sechs Plätze entstehen.

Eine angemessen große Garküche wird rund 12.000 Euro kosten, die Anschlüsse inklusive. Ein gewisser Teil als Ausstattung ist bereits vorhanden und kann verwendet werden, für drei Tische aus Edelstahl und diverse Gerätschaften sowie Material werden rund 6.000 Euro kalkuliert.
Für den Unterhalt der ersten zwölf Monate wird von 4.800 Euro Gesamtkosten für Unterkünfte, Material, Waren und Diesel ausgegangen. Das Fahrzeug für die Auslieferung wird für das erste Jahr gestellt. Anschließend muss ein eigenes Transportmittel beschafft werden.
Der Erstaufwand nebst Unterhalt beläuft sich entsprechend auf ca. 45.600 Euro im ersten Jahr. Im Folgejahr reduziert sich dieser Betrag auf rund 1.000 Euro monatlich.

Weil diese Summe vorerst zu groß scheint, möchten wir einen Pool schaffen, aus dem wir sukzessive aufbauen können. So ist es denkbar, zunächst eine kleine Zahl aufzunehmen und je nach verfügbaren Mitteln zu erweitern, wo es notwendig ist. Mindestens benötigen wir für das Zulassungsverfahren, die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft, anwaltliche Beratung vor Ort und die Errichtung wenigstens eines Doppel-Wohnraums rund 9.000 Euro und für den Unterhalt inkl. Kautionen im ersten Jahr rund 3.500 Euro.
Wir können damit bereits Fördergelder für die Garküche und den Unterhalt beantragen und versuchen, das Konzept noch weiter zu verbessern bzw. an die Gegebenheiten anzupassen, um den Spendenanteil weitestgehend zu minimieren.

Unser Spendenziel liegt daher bei nur 12.500 Euro!

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Für Phase 2 beantragen wir EU-Fördergeld. Deren Beschaffung kann nur über eine Agentur abgewickelt werden. Nähere Informationen dazu werden an dieser Stelle zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.